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GermanGunners

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Archiv des Autors: Felix

GG Podcast, Episode 54, 23.07.2017- Alexis, sag mir, ob du Paris magst?

23 Sonntag Jul 2017

Posted by Felix in Arsenal, Podcast

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Schlagwörter

Alexis Sanchez, Arsenal, Lemar, Mesut Özil, OX, Pre season

Willkommen zu einer neuen Ausgabe vom Germangunners Podcast. In dieser etwas kürzeren Episode 54 geben wir ein Update zur Pre-Season unserer Gunners und der 0:3-Niederlage gegen Chelsea am Wochenende im Vogelnest. Der Großteil der Ausgabe dreht sich aber um Transfers und Transfergerüchte, die wir wie immer kompetent und charmant bewerten und einordnen. Wir diskutieren einen möglichen Abgang von Alexis sowie die Schwierigkeit, Ersatz für ihn zu finden. Außerdem Lemar, Özil, The Ox und Chelsea sowie die Frage, wie es eigentlich weitergeht für Debuchy, Gibbs, Wilshere und Chambers.

Die nächste Germangunners Podcast Ausgabe gibt es dann Anfang August nach dem Emirates Cup.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

https://germangunners.com/wp-content/uploads/2017/07/gg-podcast_episode_54.mp3

 

Einen guten Wochenstart!

Cheers

Chris & Felix

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Saisonfinale 16/17: One day I will tell you…

21 Sonntag Mai 2017

Posted by Felix in Arsenal

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Schlagwörter

Champions League Qualifikation, FC Arsenal, FC Everton, Premier League 16/17, Top 4

Hat wirklich noch jemand von euch dran geglaubt? Dass wir am letzten Spieltag noch an Liverpool vorbeziehen und wieder unter die Top Four springen? Wer das geglaubt hat, gehört zu den größten Optimisten. Denn die Ausgangslage war schlecht für uns. Wir mussten stets mehr Punkte sammeln als die Reds, die gegen Middlesbrough an der Anfield Road die Saison abschlossen. Es war eine zu große Hürde! Aber solange man die eigenen Hausaufgaben erledigen würde, konnte man sich zumindest für diesen Sonntag nichts vorwerfen lassen. Das 3:1 gegen Evertom in Unterzahl zeigte, zu was das Team fähig ist. Problem nur: Es fehlte diese kleine Siegesserie wie jetzt gegen Saisonende permanent seit Jahreswechsel. Richtig spannend wurde es somit eigentlich erst nach dem Spiel.

Arsenal wechselte drei Mal im Vergleich zum 2:0 gegen Sunderland am Dienstag. Gibbs hatte Oberschenkel, Mustafi war krank. Beide sind aber nicht für das Finale im FA-Cup gefährdet. Wenger blieb bei der Dreierkette. Koscielny kehrte zurück, Gabriel übernahm den rechten Part, Holding spielte links. Im Sturm spielte Welbeck für Giroud. Per Mertesacker nahm auf der Bank Platz.

Bereits in der achten Minute fiel das 1:0 an einem sonnigen Sonntagnachmittag im Emirates. Wunderbar von Özil über links initiiert, geht fast bis zur Grundlinie, in der Mitte stolperte Welbeck völlig unglücklich über den Ball, aber Bellerin war zur Stelle und konnte ohne Probleme einschieben. Arsenal belohnte sich für eine starke Anfangsphase. Aber dass es ein beruhigender Nachmittag zumindest im Emirates wurde, erwies sich schnell als Wunschdenken. Koscielny flog nach 13 Minuten nach einer völlig übermütigen Grätsche gegen Valencia zurecht vom Platz – und ist damit auch noch für das Pokalfinale gesperrt. Was für eine dumme Aktion von unserem Kapitän! Das war alles so überflüssig, gerade auch auf der Außenbahn. Bei mir im heimischen Wohnzimmer herrschte minutenlang blankes Entsetzen. Arsenal wechselte daraufhin zur Viererkette zurück, Alexis nahm die Position ganz vorne ein, Welbeck kam mehr über den linken Flügel.

Trotz der numerischen Unterlegenheit blieb Arsenal spielbestimmend und in Kontrolle von Tempo und Dynamik der Partie. Alexis erhöhte in der 28. Minute auf 2:0. Wieder so ein kurioses Tor. Alexis‘ Schuss wird von Welbeck geblockt. Welbz aber nicht im Abseits, halb Everton hört auf zu spielen, Welbeck nicht, der quer zu Alexis legt. Das Emirates in Jubelstimmung. Arsenal ließ es danach aus meiner Sicht etwas zu fahrlässig angehen. Chancen für Gueye, Lukaku und Valencia änderten aber nichts am Spielstand, auch weil Petr Cech wieder einen guten Tag erwischte.

Mit dem 2:0 ging es in die Pause. Liverpool führte 1:0 gegen Boro, tat sich aber lange schwer und hätte eigentlich (Rowan Atkinson war aber an der Pfeife) einen Platzverweis samt Elfmeter kassieren müssen. Nun ja. In trockenen Tüchern waren beide Spiele nach 45 Minuten nicht wirklich.

Die zweite Halbzeit plätscherte nicht wirklich vor sich hin. Arsenal drückte auf das 3:0, aber auch Everton versteckte sich nicht. Die Luft war ein wenig raus, als Liverpool auf 2:0 erhöhte – und fast gleichzeitig sich Gabriel in einem Zweikampf mit Valencia ganz böse am Knie verletzte. Gabriel den Tränen nah (Gabriel mit fantastischer Leistung heute), musste mit der Trage vom Platz. Das sah gar nicht gut aus. Bitter für den Brasilianer und der nächste Ausfall für Samstag. Fuck! Mertesacker (150. Spiel für Arsenal) kam für Gabriel ins Spiel. Liverpool erhöhte auf 3:0 – und Michael Oliver hätte Ashley Williams zwingend vom Platz stellen müssen. Ich bekam richtig Puls. Das war keine gute zweite Halbzeit für den Blutdruck, eine kleine Negativspirale trat da los. Es ging weiter im Minutentakt. 58. Minute, Lukaku verkürzte per Elfmeter nach Handspiel von Holding im Strafraum. Die letzte halbe Stunde ist dann dominiert worden von Sprechchören des ganzen Stadions gegen Stan Kroenke „Get out of our club.“ Wenger out, Kroenke out. Shake it all about. Ramsey erhöte kurz vor Schluss sehenswert zum 3:1. Immerhin. Wenger hat damit nie in einem Heimspiel gegen Everton verloren.

Zum ersten Mal in der Ära von Arsène Wenger erreicht Arsenal also nicht die Top Four. Am Ende fehlte ein Punkt. Wenn man sieht, was wir in dieser Saison alles so weggeworfen haben, fühlt sich dieser Sonntagnachmittag umso bitterer an. Nicht nur bei den Fans, sondern auch bei Wenger, der nach dem Spiel eine bemerkenswerte Pressekonferenz gab. Ja, auch die unklare Situation um seine Zukunft habe die Mannschaft verunsichert. Seit Jahresbeginn gab es ein „hostile environment“. Und er machte viele Andeutungen, dass irgendwas intern im Verein ziemlich im Argen liege. Er könne da jetzt aber nicht drüber sprechen, aber ‚one day‘. Was immer das jetzt alles heißt. „We were a force until December but we dropped off. One day I will give you the reasons for that.“ Das klingt kryptisch. Man darf gespannt sein. Und plötzlich scheint ein Verbleib von Wenger, den Christian und ich jetzt eigentlich für gesetzt hielten, wieder unwahrscheinlicher. Was ist das los im Verein?

Anyway, FA-Cup-Finale is next. Hoffentlichg nicht noch mehr Frust. Aber die Ausgangslage ist nicht gut. Kos gesperrt, Gabriel verletzt, Alexis angeschlagen. Es passt zu dieser Saison. Ich mache mich dann mal auf den Weg nach Kalifornien und hoffe trotzdem auf den Pokalsieg nächsten Samstag. Dann meldet sich Christian wieder und wenn wir alle wieder zurück sind, gibt es auch noch einen Saisonabschluss-Podcast.

Es wird ein interessanter Sommer rund um das Emirates. Das dürfte feststehen. Danke fürs Lesen und bis bald.

#COYG

Felix

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Arsenal und Wenger anno 2017: There is a Good in Goodbye

17 Freitag Feb 2017

Posted by Felix in Arsenal

≈ Ein Kommentar

Es gibt ein Argument, das ich immer wieder höre: Wenn Wenger weg ist, könnte es noch schlimmer werden. Mag sein. Ist aber auch nur eine bloße Vermutung der Pro-Wenger-Fraktion. Und was bringt es wirklich an zusätzlichem Risiko, wenn die Wohnung schon brennt und das Feuer vielleicht noch auf das letzte Zimmer übergreift? Das ist ein Schaden, über den ich hinwegschauen kann. Besser alles löschen und neu aufbauen!

Ich bin immer noch traurig. Nicht mehr ganz so traurig wie Mittwochabend. Aber immer noch traurig. Wahrscheinlich wäre es auch viel schlimmer gewesen, wenn ich nicht mit den liebsten Menschen am Mittwochabend in der Kneipe gesessen hätte, sondern zuhause alleine auf dem Sofa. Und es nicht so viele Aufmunterungs-Nachrichten gegeben hätte.

Seit über zwölf Jahren schütte ich mein Herz und meine Zeit an den Arsenal Football Club aus, habe nicht wirklich viele Spiele in dieser Zeit (bewusst) verpasst. Und ich habe natürlich auch unsere schlimmsten Niederlagen erlebt und verarbeitet. 2:8 bei Manchester United im August 2011, die Niederlage bei Bradford im Ligapokal, das North London Derby 2010, als wir schon 2:0 gegen die Spurs führten, und dann noch 2:3 verlierten. Das Ligapokalfinale 2011 mit der 1:2-Niederlage gegen Birmingham, oder das 1:5 beim FC Liverpool vor drei Jahren, als wir ganz schnell 0:4 zurücklagen. Und natürlich nicht zu vergessen das 0:6 beim FC Chelsea, als Wenger auf Mourinho losging. Und ich am liebsten auf Wenger. Die Liste ließe sich um etliche Spiele ergänzen, remember CL-Achtelfinale gegen Monaco oder die Niederlagen in der CL-Gruppenphase gegen Zagreb und Olympiakos. Und was steht demgegenüber? Ja, klar, immer die Qualifikation für die Champions League – und der zweimalige Gewinn des FA-Cup.

Aber diese Niederlage am Mittwochabend, das 1:5 beim FC Bayern, war besonders schlimm. Von allen Niederlagen und Setbacks seit dem Umzug ins Emirates Stadium 2006 war das aus meiner Sicht der schmerzlichste Abend in meiner Zeit als Arsenal-Fan. Warum möchte ich im Folgenden erklären und deutlich machen, dass es Zeit ist, dass Wenger geht und sich der Verein rundum neu aufstellen muss.

Es ist vollkommen richtig und muss als große, sehr große Anerkennung für Arsène Wenger herhalten, dass er den Verein in finanziell schwierigen Zeiten – das neue Stadion musste abbezahlt werden – sportlich immer unter die Top Vier der Tabelle geführt hat. Diese Leistung ist nicht hoch genug anzuerkennen, zumal in beständiger Regelmäßigkeit uns die wichtigsten Spieler abgekauft wurden und wir finanziell nicht mit den Topklubs mithalten konnten. Seit zwei, drei Jahren ist dieser Abschnitt aber vorbei. Der Verein ist finanziell kerngesund, hat keine kurzfristigen Verbindlichkeiten, macht Gewinne und hatte mal über 200 Millionen Pfund als Cashreserven auf dem Konto. Neuer Werbedeal mit Puma, mehr Einnahmen durch die TV-Rechte, die Verlängerung des Namensponsorings des Emirates Stadium etc. sorgen für sprudelnde Einnahmen. Wir waren und sind in der Lage, für neue Spieler viel Geld auszugeben. Alexis, Özil, Xhaka – um nur einige Beispiele zu nennen. Natürlich haben andere Vereine in der Premier League bessere finanzielle Möglichkeiten, gebe ich gerne zu. Man City, auch Man United und Chelsea können mehr Geld ausgeben. Zwischen 2013/2014 und 2015/2016 hat Arsenal 112 Millionen Pfund in den Kader investiert, also rund 40 Millionen Pfund pro Spielzeit. Die Klubs aus Manchester haben doppelt so viel ausgegeben. Nun ist die reine Quantität kein Maßstab, sondern auch die Qualität neuer Spieler, aber das ist nicht entscheidend: Wir können viel mehr investieren als noch 2010-2013. Gleichzeitig müssen wir eben nicht mehr, Spieler verkaufen, sondern können seit drei Jahren einen Nukleus an Beständigkeit und Eingespieltheit aufweisen. Eigentlich. Und jetzt kommt Wenger in das Spiel meiner Argumentation. Die Bedingungen bei Arsenal für Wenger haben sich seit 2013 substanziell verbessert, sportlich wie finanziell. Doch von den sportlichen Leistungen stagnieren wir. Taktik, Einstellung der Spieler – es ist ein unangenehmer Cocktail, der mich schon seit längerem mit dem Gedanken beschäftigt, dass ein Trainerwechsel notwendig ist. Seit Mittwochabend und dem 1:5 bei den Bayern ist er im Sommer zwingend erforderlich. Hier meine Begründungen:

1. Unsere taktischen Limitationen
Das Spiel beim FC Bayern hat es erneut gezeigt: Wir können nur ein Spielsystem, das 4-2-3-1/4-1-4-1, haben keinen Plan B und sind entsprechend von taktisch geschulten und flexiblen Gegnern ganz einfach zu knacken. Wir können taktisch während des Spiels nicht reagieren, auf den Gegner einstellen und mit ihm mithalten. Wengers Vernachlässigen von Taktiken und Spielsystemen seit vielen Jahren fliegt uns jetzt um die Ohren. Ohne Pressing, nur mit Wenger-Ball geht es nicht mehr. Andere Topteams in Europa wie auch die Konkurrenz in der Premier League haben dort einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wie hat es Tobias Escher von spielverlagerung.de so prägnant formuliert: „Arsenals passive Defensive wirkt in Zeiten des Gegenpressings und der kollektiven Defensivarbeit antiquiert. Schlimmer noch: Sie lernen nicht aus ihren Fehlern.“ Wenger will nicht aus den Fehlern lernen. Wenger ist ein Trainer, der von seiner Vergangenheit lebt. Erlösen wir ihn aus der Gegenwart! Wenger hat immer noch nicht das universale Spielsystem für seine Stars gefunden, weil er ständig beim 4-2-3-1 bleibt. Und keiner kann mir sagen, dass es kein System gibt, indem Özil, Alexis und Giroud nicht zusammenspielen können?

2. Sportliche Stagnation
Unsere limitierte „Taktik“ führt zu sportlicher Stagnation. Wir haben den besten Kader seit vielen Jahren, schwimmen im Geld – sportlich stagnieren wir. Mag sein auf ordentlichem Niveau (Top Four, CL-Achtelfinale). Aber das kann und darf doch nicht der Anspruch von Arsenal sein. Wenn der Kader besser wird, die Rahmenbedingungen besser werden und ich keinerlei sportlichen Fortschritt sehe, gibt es nur eine Konsequenz: Es braucht einen Trainerwechsel. Natürlich muss ich als Gefahr und Risiko einpreisen, dass es dann für eine gewisse Zeit vielleicht erst einmal schlechter läuft, aber was kann schlechter als ein 1:5 bei den Bayern sein. Auf die Qualifikation für die Champions League kann ich dann als Fan gerne auch verzichten, wenn ich sowas miterleben muss. Und wie gesagt: Der Verein ist finanziell abgesichert, auch mal ein, zwei Jahre nicht in Europa zu spielen. Welch befreiende Wirkung das haben kann, zeigt gerade eindrucksvoll der FC Chelsea.

3. Außendarstellung
Die Niederlage am Mittwoch war peinlich und traurig für alle Fans. Arsenal verspielt durch solche Auftritte sein sehr gutes Image in Fußballeuropa. Soll das wirklich so weitergehen? Dazu die ständigen Ausreden von Wenger, man sei nicht mental vorbereitet gewesen oder wäre mental eingebrochen. Dazu die Sperre von Wenger nach der Schiri-Schelte, das Lamentieren über den Spielplan vor dem Spiel in Bournemouth. Es nervt! Wenger macht den Eindruck einer lahmen Ente. Warum sieht das eigentlich keiner? Ja, Wenger hat unglaubliches für Arsenal geleistet. Wenger ist Arsenal. Aber er ist auch amtsmüde.

4. Der Verein macht es sich zu einfach und bequem
Solche Niederlagen und Leistungen wie am Mittwoch gehen doch an keinem spurlos vorbei: Am Team nicht, am Verein nicht, schon gar nicht an den Fans. Und es ist ja nicht die erste Offenbarung in den letzten Jahren. Solange der Verein nicht in der Lage ist, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, geht das immer so weiter. Das mag für das Arsenal Board ja vielleicht ganz lukrativ sein. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn wir Fans uns abwenden und die Sitzplätze im Stadion leer bleiben. Auch um eine weitere Spaltung der Fangruppen zu vermeiden und die Distanz zwischen Klub und Anhängerschaft nicht größer werden zu lassen, sollte Wenger im Sommer gehen. Es gibt nur ein Argument, das ich immer wieder höre: Wenn Wenger weg ist, könnte es noch schlimmer werden. Mag sein. Ist aber nur eine Vermutung. Und was bringt es wirklich mehr, wenn die Wohnung schon brennt und das Feuer vielleicht noch auf das letzte Zimmer übergreift, wenn Wenger nicht mehr da ist? Das ist ein Schaden, den ich einpreisen kann. Klar wird es ohne Wenger nicht einfach. Der Verein muss sich komplett neu aufstellen. Aber es wird Zeit, diesen Schritt zu gehen. Irgendwann wäre er sowieso zu erledigen. Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt. Aber jetzt Wenger noch einmal einen neuen Vertrag für zwei Jahre zu geben, wäre die schlechteste Option von allen. Der Verein kann nicht länger immer alle Probleme aussitzen. Arsenal als Verein muss eben auch mal eine dramatische Aktion machen. Auf dem Platz gab es genug davon.

5. Wenger und die Haltung gegenüber seinen Spielern
Bei aller Kritik an Wenger dürfen die Spieler nicht außen vor bleiben. Dass Coquelin in seinen 77 Minuten Spielzeit am Mittwoch nicht ein Tackle gewonnen hat, ist nur schwierig Wenger direkt anzukreiden. Dass Özil seit Monaten wie ein unbeteiligter Spieler über den Rasen trabt, vielleicht auch nicht direkt. Aber zumindest indirekt. Denn Wenger steht für eine heile Welt. Der Kader ist von der Breite und Tiefe umfangreicher denn je, trotzdem traut es sich Wenger nicht, Spieler in Formtiefs einfach mal aus der Startelf zu nehmen. Er tut den Spielern wie sich selbst keinen Gefallen damit. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass dann in einem CL-Achtelfinale ausgerechnet Kieran Gibbs spielt. Nichts gegen Gibbs, aber es steht sinnbildlich dafür, dass Wenger die falschen Entscheidungen trifft. Und in seiner eigenen Welt taktischer Ignoranz gefangen ist, wenn er durch Verletzungen und Spieler sein Team umstellen muss. Wir brauchen einen Trainer, dem demn Team, wie den Spielern taktische Variationen einüben kann. Wir brauchen einen Trainer, der die Entwicklung des Fußballs anno 2017 adaptiert, nicht ignoriert und stur über sie hinwegschaut.

Das sind zumindest die fünf Argumetationspakete, die ich als Evidenz sehe, Wengers Vertrag nicht zu verlängern. Diese Argumente sind debattierbar. Aber wie gesagt: Von der Pro-Wenger-Fraktion sehe ich derzeit wenig Substanz, ändert das bitte gerne in den Kommentaren.

Ja, mit ist klar, dass Wenger eine große Lücke hinterlässt, ein Vakuum, von dem man auch ausgehen muss, dass die anderen Akteure im Verein es nicht füllen können, geschweige denn derzeit es überhaupt sehen. Stan Kroenke und Alisher Usmanov sind froh, wenn der Verein Gewinn macht. Unseren CEO Ivan Gazidis halte ich noch für fähig, Kroenke klarzumachen, dass eine Vertragsverlängerung keinen Sinn macht. Aber einen neuen Trainer finden und die sportliche Leitung des Vereins komplett neu aufstellen? Unser Chairman Sir Chips Keswick hat jetzt bisher auch noch nicht unter Beweis gestellt, dass er eine wahnsinnig große Ahnung von Fußball besitzt.

Das werden also schwierige Zeiten für Arsenal und seine Fans. Aber das kann aus meiner Sicht kein Argument sein, den nötigen Schritt jetzt zu machen – und vor allem zu verkünden. Wenger muss jetzt sagen, dass er im Sommer aufhört und dann gibt es noch die beiden Ziele der direkten CL-Qualifikation und der Gewinn des FA-Cup. Das wäre unter allen Umständen der bestmögliche Abschied. Und Wenger hat einen tollen Abschied verdient. Er soll auch jetzt noch einen respektablen Umgang erhalten. Kritik an Wenger ja, aber maßvoll und angemessen. Wenger macht nicht den Job des Geldes wegen. Er würde auch nicht verlängern, weil er Geldprobleme hat, sondern höchstens weil er den Verein liebt und dieser ihm so wichtig ist. Wenn das aber so ist, dann muss er auch erkennen, dass die beste Entscheidung wäre, im Sommer zu gehen, so hart und schwierig diese Entscheidung auch sein mag – und so schwierig die Zukunft für Arsenal erst einmal werden kann.

In diesem Sinne: #coyg

Felix

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CL-Achtelfinale bei den Bayern: Sehnsucht nach guter Leistung

14 Dienstag Feb 2017

Posted by Felix in Arsenal

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Arsenal, Champions League, FC Bayern

Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein.

Aber sind wir das? Die bisherige Saison gab einerseits schon Anlass für große Hoffnung, siehe unser 3:0 im Heimspiel gegen Chelsea. Aber – typsich für Arsenal – genau so viele Gelegenheiten, die uns treuen Fans zweifeln lassen. Zuletzt das 0:2 bei Chelsea oder das 1:2 gegen Watford. Oder seien es die mäßigen Leistungen in den zwei Auswärtsspielen in Manchester. Die bisherige Verteilung dieser Saison ist also extrem schief zu unseren Ungunsten. Statistisch, aber auch gefühlt, wenn man sich die Stimmung der Fans in den letzten Wochen vergegenwärtigt.

Jetzt also CL-Achtelfinale Hinspiel bei den Bayern. Ausnahmsweise also zuerst in München. Eine weitere Möglichkeit für die Mannschaft zu zeigen, dass sie in wichtigen Spielen – und das fällt heute in diese Kategorie – ihr volles Leistungspotenzial abrufen kann. Es wäre doch so schön, wenn es mal klappen würde. Das heißt nicht, dass damit automatisch ein Sieg folgt. Aber das Team und der Trainer müssen sich dann am Ende nicht wieder alles vorwerfen lassen, es wird nicht gleich wieder alles in Frage gestellt – was ja für alle Beteiligten insgesamt angenehmer ist.

In der Premier League dürften nur noch die größten Optimisten vom Titel träumen. Zehn Punkte Rückstand sind nicht mehr aufzuholen. Aber trotzdem geht es in der Liga noch um die Qualifikation für die Champions League, die für das Selbstverständnis des Vereins wie für die Attraktivität neuer Spieler ungemein wichtig ist. Dazu sind wir aussichtsreich im Achtelfinale des FA-Cup, nächsten Montag beim Fünfligisten Sutton United. Auch wenn es nicht mehr um den Ligatitel geht, steht viel auf dem Spiel, so viel, das sich darüber maßgeblich auch die Zukunft von Arsène Wenger entscheiden wird. Nun waren die Leistungen im Kalenderjahr 2017 bisher alles andere als zufriedenstellend. Mit dem 2:0 gegen Hull am letzten Samstag ist Arsenal immerhin auf die Siegerstraße zurückgekehrt, aber mir fällt anno 2017 mit Ausnahme des 4:0 bei Swansea kein Spiel ein, wo unsere erste Elf wirklich überzeugen konnte.

Das CL-Achtelfinale gegen Bayern also als Kickstart für das wichtige letzte Saisondrittel? Geschichte wiederholt sich ja gerne. Wir sind ja in kein K.O-Duell mit den Bayern in guter Verfassung reingegangen. Es ist das siebte Aufeinandertreffen in den letzten vier Jahren. In der Saison 2015/2016 gab es das Duell in der Gruppenphase, unter anderem mit dem 5:1 von Bayern vor eigenem Publikum. 2012/2013 und 2013/2014 trafen sich beide Teams im Achtelfinale. Arsenal schied jeweils nur knapp aus – und nahm den Schwung guter Leistungen mit in die Liga und den FA-Cup, wo die Leistungen erfolgreicher und konstanter wurden. Weiterkommen und davon Selbstvertrauen tanken wäre doch mal die ideale Lösung!

Der FC Bayern ist derzeit nun wahrlich auch kein Verein, der Fußballeuropa in Schrecken versetzt. Ein Kollege sagte mir gestern beim Mittagessen: „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt Bayern zu schlagen.“ Er mag Recht haben. Die Münchener tun sich in der Bundesliga schwer. Das mag nur bedingt an den Ergebnissen abzulesen sein. Viele kann Bayern immer noch erfolgreich gestalten. Aber unter den Fans herrscht schon eine gewisse Unzufriedenheit mit den Leistungen, die weit von der Dominanz und der Finesse der Guardiola-Ära entfernt sind. Aber: Wenn die Bayern die Bayern sind, dann weil sie in wichtigen Spielen es immer wieder geschafft haben – im Gegensatz zu Arsenal – ihre bestmögliche Leistung abzurufen, erinnert sei beispielsweise an die Leistung im Heimspiel gegen RB Leipzig kurz vor Weihnachten. Mit Robert Lewandowski, Thomas Müller, aber auch Arjen Robben oder Douglas Costa hat Bayern offensiv immer noch die Tiefe und Breite, die uns zumindest Respekt einflösen sollte. Ja, die Bayern scheinen vielleicht nicht übermächtig zu sein, aber Arsenal hat auf dem Platz wie im Umfeld auch genug Blei an den Füßen, dass unsere Chancen im Vergleich zu den Vorjahren vielleicht verbessert stehen, aber weit von optimal. Wenn wir doch nur einmal in einem großen, wichtigen Spiel unsere Top-Leistung auf den Platz bringen könnten! Das betrifft natürlich auch unsere Top-Spieler, hier vor allem Özil, der sich in den letzten Wochen, so zumindest mein Eindruck, sehr stark zurückgehalten hat. Wenger sagte ja selbst, dass Özils fehlendes Selbstvertrauen ein „Problem“ sei.

Wenger sagte am Dienstagabend auf der Pressekonferenz: „Ich glaube, dass wir die nötige Erfahrung haben. Wir spielen gegen ein Team, das jedes Jahr das Ziel hat, die Champions League zu gewinnen. Sie waren zuletzt immer unter den Top Vier. Es wird eine sehr große Herausforderung für uns, aber wir können damit umgehen. Wir haben diesmal den Vorteil, das Rückspiel in London auszutragen.“

Wie also die Partie angehen? Ich denke und hoffe, dass Arsenal zunächst einmal defensiv stabil stehen wird und wir dann unsere Präsenz im Mittelfeld und die Schnelligkeit über die Außenbahnen dafür nutzen, zu kontern und das Spiel auch phasenweise mal länger in die Hälfte der Bayern verlegen. Bloß kein frühes Gegentor – wie zuletzt auswärts so häufig. Von daher denke ich, dass Wenger, der wieder an der Seitenlinie versuchen darf, den Reißverschluss ordnungsgemäß zu schließen, wie folgt aufstellt:

Ospina – Bellerin, Mustafi, Koscielny, Monreal – Coquelin, Xhaka – Walcott, Iwobi, Özil – Alexis

Diese Speed-Variante bietet sich doch an. Mit Giroud und Welbeck auf der Bank hätten wir genug Power, um eventuell offensiv noch reagieren zu können. Ich denke auch, dass Iwobi die Chance bekommen darf, in einem so wichtigen Spiel einmal von Beginn an zu spielen. Xhaka dürfte ausgeruht und frisch sein nach seiner längeren Sperre. Und so viele Alternativen haben wir im defensiven Mittelfeld sowieso nicht. Das wäre die nötige Konsequenz seiner guten Entwicklung in den letzten Monaten. Ospina darf weiterhin im Tor spielen („Nothing to hide, it will be Ospina“). Das sorgt naturgemäß sofort für Schüttelfrost bei den Arsenal-Fans. Aber 1. hat Ospina in allen Pokalspielen diese Saison sehr überzeugt und 2. hat auch Petr Cech in den letzten Wochen den ein oder anderen Fehler beigesteuert. Und hinterher ist man ehe immer schlauer.

Bei Arsenal wird Lucas Perez mit leichten Oberschenkelproblemen nicht im Kader stehen. Dafür ist Per Mertesacker mit nach München gereist, wird aber wohl erst im FA-Cup am Montagabend bei Sutton United einen Einsatz bekommen. Bei Bayern ist Xabi Alonso rechtzeitig fit geworden, Ribery fehlt verletzt. Carlo Ancelotti wollte sich am Dienstagabend noch nicht entscheiden, ob Thiago oder Thomas Müller den Vorzug bekommt.

20:45 Uhr ist Anstoß. Das Spiel wird live auf Sky (Kommentar: Kai Dittmann) und dem ZDF (Kommentar: Oliver Schmidt) übertragen.

Sagen wir es mal so: Es wäre kein schlechter Zeitpunkt, dass wir in einem so wichtigen Spiel endlich mal wieder eine Top-Leistung zeigen würden und uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 7. März erspielen. Und vielleicht nach sechsmaligem Ausscheiden im Achtelfinale in Folge endlich mal das Viertelfinale erreichen.

In diesem Sinne: #coyg

Felix

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1:3 beim FC Chelsea: † Meisterschaft

04 Samstag Feb 2017

Posted by Felix in Arsenal

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Alexis, Analyse, Arsene Wenger, FC Arsenal, FC Chelsea, Mesut Özil, Premier League 16/17

Moin! Felix in Vertretung für Christian hier. Eigentlich können wir die Analyse ganz kurz gestalten. Wir durften dieses Spiel einfach nicht verlieren. Aber wir haben es verloren, 1:3 an der Stamford Bridge. In einer Art und Weise, die für viele Arsenal-Fans sicherlich erschütternd, aber auch nicht wirklich überraschend ist. Wir waren vielleicht technisch zu gewissen Zeiten auf einer Höhe mit den Blues. Aber mental und vor allem physisch waren wir mindestens eine Klasse schlechter als der FC Chelsea. Kampf um den Titel endgültig vorbei. Jetzt liegt es an den Fans, irgendwie noch Spurenelemente an Enthusiasmus für die restliche Saison aufzubringen. Momentan fällt zumindest mir das äußerst schwer, zumal bei den Leistungen des Teams derzeit.

Blicken wir etwas genauer auf den Samstagmittag im Südwesten Londons. Bei der Aufstellung hat Christian in seiner Vorschau ins Schwarze getroffen. Wenger entschied sich wieder für die Variante Geschwindigkeit, also Alexis zentral in der Spitze. Giroud saß nur auf der Bank. The Ox und Coquelin bildeten wie erwartet das zentrale Mittelfeld. Bei Chelsea gab es mit Pedro für Willian einen Wechsel. Die Blues im 3-4-3 mit Pedro, Costa und Hazard vorne. Überraschendes gab es aber auch von den Gunners zu vermelden. Anders als in der Aufstellung spielten wir zu Beginn in einem 4-3-3 mit Özil auf dem linken Flügel. Und wir erwischten auch den besseren Start. Nach zwei Minuten hatte Iwobi die riesengroße Chance auf die Führung, aber sein Schuss ging ganz knapp am Tor vorbei. Dann machte Chelsea richtig Druck. Und die Führung folgte. Allerdings unter kontroversen Umständen. Nach einer Flanke kommt Costa zum Kopfball, Cech und die Latte verhindern zunächst das Tor, aber den Rebound köpft Alonso dann ins Tor – allerdings klar mit Foulspiel an Bellerin, der danach vom Platz musste, aber wohl nichts Schlimmes. Man wollte kein Risiko in Bezug auf eine mögliche Gehirnerschütterung eingehen. Natürlich können wir über unser fahriges Defensivverhalten sprechen: Wir lassen die Flanke zu einfach zu, in der Mitte stimmt die Zuordnung rund um Costa nicht, wir sind beim zweiten Ball nicht schnell genug. Aber trotz all unserer Nachlässigkeiten darf dieses Tor nicht gegeben werden. Das MUSS man abpfeifen, auch in England. Alonso geht klar mit dem Ellbogen in Bellerin – und kommt nur so an den Ball. Hat Rowan Atkinson an der Pfeife nicht gesehen, sonst aber einwandfreie Partie vom Referee.

Gabriel kam für den verletzten Bellerin nach einer Viertelstunde ins Spiel. Danach war Chelsea klar spielbestimmend. Wir fanden keine Ideen gegen die massive Defensive, unser Spielaufbau war viel zu langsam. Im Mittelfeld war Chelsea dominanter, Hazard zog die Fäden beim schnellen Umschaltspiel von Chelsea, das immer wieder exzellent von Kante initiiert wurde. Die einzig wirklich gute Chance hatte Gabriel in der 38. Minute, als er nach einer feinen Flanke von The Ox völlig unbedrängt zum Kopfball kommt, aber leider direkt auf Courtois. Symptomatisch. Es erinnerte vieles an unser Auswärtsspiel bei Manchester United im November, nur nicht ganz so schlimm. Gegen Ende der Hälfte wurden wir etwas aktiver, in der Nachspielzeit rettete Courtois gut gegen einen Schuss von Özil. Die auffälligste Aktion des Deutschen im gesamten Spiel.

Mit dem 0:1 ging es in die Kabine. Im Prinzip noch alles offen. Im Prinzip. Hoffnung hatte ich keine große. Und Chelsea sorgte schnell dafür, dass sie auch gar nicht weiter aufkeimte. Solo von Hazard, er schüttelt alle Gegenspieler ab und lässt Cech keine Chance. In der 53. Minute konnte Arsenal dieses Spiel, die Meisterschaft und eigentlich auch diese Saison begraben. Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Von Arsenal kam nichts mehr. Chelsea machte ebenso wenig, aber die hatten es auch nicht nötig. Auch durch die Wechsel – Giroud und Welbeck wurden gebracht – gab es keine nennenswerten Impulse. Zu allem Überfluss leistete sich Cech noch einen großen Bock kurz vor Schluss, als er Fabregas den Ball auflegte und der Spanier nur noch ins leere Tor schießen musste. War nicht weiter entscheidend, setzte aber diesem Samstagmittag das i-Tüpfelchen auf. Als alles schon entschieden war, kam Arsenal noch zum Anschluss. 1:3 durch Giroud nach Flanke von Monreal. Da war Wenger wahrscheinlich schon auf dem Weg in die Kabine. Kurz danach ertönte der Schlusspfiff.

Bleibt also ein ganz ernüchternder Nachmittag, auf den wir blicken. Arsenal verliert vier der letzten neun Spiele. 12 Punkte hinter Chelsea, dazu eine breite Konkurrenz um die CL-Plätze, von denen Tottenham und Man City derzeit sehr viel gefestigter aussehen als wir. Same old, same old. Als es drauf ankam, waren wir wieder nicht da und vorbereitet. Insbesondere die zweite Halbzeit war richtig schlecht. Wann hatte Özil zuletzt in einer so wichtigen Partie ein gutes Spiel? Das war im September gegen Chelsea. Zu wenig. Alexis heute auch mit ganz gebrauchtem Tag. Dazu ein Mittelfeld, das nicht mit der Physis und Dynamik von Chelsea mithalten konnte. Auf der Rechtsverteidigerposition haben wir ebenfalls ein Defizit, wenn Bellerin nicht spielt. Dazu im Kollektiv eine Einstellung und ein Commitment, das es nicht rechtfertigt, überhaupt einen Gedanken an die Meisterschaft verschwendet zu haben.

Arsenal hat keines der letzten zehn Auswärtsspiele gegen ein Team gewonnen, das derzeit unter den ersten Sechs der Tabelle ist, fünf Remis, fünf Niederlagen. Das ist ein größeres Problem. Es ist ein Problem, das eigentlich Aufgabe des Trainers ist zu lösen. Aber vielleicht ist es auch bald gar nicht mehr Wengers Problem. Nach dem heutigen Tag hat er noch weniger Argumente auf seiner Seite. Aber auch Spieler wie Özil und Alexis, die 250.000 Pfund pro Woche fordern. Dann bitte mit anderer Leistung. Was insgesamt für das Team gelten muss.

Wir sind meilenweit von unseren Ansprüchen entfernt. Vielleicht weiter denn je. Und dabei sollte diese Saison doch alles besser werden. Wieder mal. Immer wieder diese Hoffnung. Es ist schon jetzt die übliche Saison, wieder. Es gibt einen gemeinsamen Nenner: Wenger.

Es ist deprimierend und frustrierend. Zeit für Veränderung.

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Der FC Arsenal (offiziell: Arsenal Football Club) – auch bekannt als (The) Arsenal, (The) Gunners (deutsche Übersetzung: „Schützen“ oder „Kanoniere“) oder im deutschen Sprachraum auch fälschlicherweise Arsenal London genannt – ist ein 1886 gegründeter Fußballverein aus dem Ortsteil Holloway des Nordlondoner Bezirks Islington. Mit 13 englischen Meisterschaften und zwölf FA-Pokalsiegen zählt der Klub zu den erfolgreichsten englischen Fußballvereinen. (Wikipedia)

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